Die Kurzgeschichte "Morgengrauen" war ein Beitrag zum "Agatha-Christie-Krimipreis 2009". Der Fischer Taschenbuch Verlag, Hugendubel, FOCUS Online und das Krimifestival München veranstalteten den Agatha-Christie-Krimipreis. "Die Uhr läuft ab" - unter diesem Motto wurde der Agatha-Christie-Preis 2009 ausgelobt.
Nichts ist so unerbittlich wie vergehende Zeit. Unbarmherzig sind das Ticken der Uhren, langsam vorrückende Zeiger, der mechanische Wechsel von digitalen Zahlen. Sie alle messen etwas, das wir nicht verändern können - weder vorantreiben, noch zurückholen. Was vergangen ist, ist vergangen, was sehnlichst herbeigewünscht wird, kommt erst, wenn es soweit ist, und aufhalten lässt sich schon mal gar nichts. "Die Uhr läuft ab" beim unerbittlichen Ultimatum, bei der perfiden Mordmaschinerie und auch bei jeder überstrapazierten Geduld. Und manchmal hilft sie, die besten Alibis zu basteln ...
In der Jury saßen: Jutta Speidel (Schauspielerin), Dr. Cordelia Borchardt (Lektorin Fischer Taschenbuchverlag), Nina Hugendubel |
(Buchhändlerin), Andreas Hoh (Veranstalter des Krimifestival München), Harry Luck (stellv. Nachrichtenchef FOCUS Online, Krimiautor).
Leider kam die Geschichte "MorgenGrauen" nicht in die engste Auswahl für Preis und Anthologie, was bei über 500 Einsendungen teils namhafter Autoren aber beileibe keine Schande ist. Zur Geschichte: Eine verführerisch hübsche junge Frau betritt eine Polizeiwache in Southampton und reißt Inspektor Alan Ritenour aus seiner geliebten Lethargie. Sie zeigt ihm einen Brief: "Du wirst sterben - im nächsten Morgengrauen!". Der Brief ist an ihren Ehemann adressiert, den 45 Jahre älteren, wohlhabenden Arzt Rolf Bergstrom. Da ihr Mann hochgradig Herzkrank ist, bittet Mrs Bergstrom den Inspektor um eine diskrete Ermittlung. Der Ehemann soll nichts von der Bedrohung erfahren. Doch die Uhr tickt. Wird es Ritenour gelingen, den Mordanschlag auf den Mann zu verhindern? Oder ist der Tod für das Opfer unausweichlich? |