19. Juli 2004:
Was möchte Bürgermeister Stommel wirklich?
Jülich, 19.07.2004
SPD-Stadtratskandidat Dirk Eickenhorst schreibt zur Sitzung des KUSSS-Ausschusses vom 19.07.2004:
Zuerst will er mit aller Macht erreichen, dass das Grundstück am Wallgraben in diesem Jahr nicht mehr verkauft wird, damit die Malteser einen Vorteil, sprich keine Konkurrenz bekommen für das Alten- und Pflegeheim, das sie auf dem Krankenhausgelände mit der entsprechenden Architektur bauen wollen. Für die Stadt würde diese Verzögerung einen großen wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Viel schlimmer, unzählige Seniorinnen und Senioren, die sehnsüchtig auf die Wohnanlage am Wallgraben warten, wären ein weiteres Mal enttäuscht worden.
Der zuständige Ausschuss wehrte das Ansinnen des Bürgermeisters im Mai einstimmig ab und beauftragte die Verwaltung, alle Interessenten um die Vorstellung ihrer Projekte zu bitten. Nach monatelanger Diskussion kam man zu dem Ergebnis, dass der Entwurf der U.Schmidt GmbH sowohl für die Menschen als auch aus architektonischer Hinsicht der Beste ist.
Heute nun sollte beim Verkauf des Grundstücks plötzlich ein Betrag eine Rolle spielen, den man angesichts der Gesamtsumme und der Bedeutung dieses Projekts nur als „Peanuts“ bezeichnen kann. Wegen eines kleinen – noch nicht einmal konkret bezifferbaren - finanziellen - Vorteils sollte nach dem Willen der Verwaltung an einen Bieter verkauft werden, bei dem weder ein ausgereiftes und für die Betreuung alter Menschen stimmiges Raumkonzept erkennbar ist, noch, dass er die architektonischen Vorgaben beachtete, die für dieses Grundstück gelten und die Bürgermeister Stommel selbst aufgestellt und offensiv vertreten hat.
Was sollen die Bürger nun davon halten?
Interessiert sich der Bürgermeister nicht für die alten Menschen, die Probleme des Bauvereins? Auch nicht für das Stadtbild? Oder sollte – wegen der zwingend zu erwartenden Diskussionen - auf indirektem Wege sein alter Beschlussvorschlag wieder zum Tragen kommen, das Grundstück zumindest bis Ende des Jahres brach liegen zu lassen?
© Dirk Eickenhorst 2004


