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6. Juli 2003:

Nit Mulle, maache!

"Nit mulle, maache!"
Jülich, 06.07.2003

Zu den Artikeln der Jülicher Zeitung vom 28.06.2003: „Gnade vor Recht?“ und dem Kommentar „In die Falle getappt“ von Redakteur Karl Stüber bemerkt der Vorsitzende der Jülicher Jusos, Dirk Eickenhorst:

„Ich blätterte wie immer interessiert in „meiner Jülicher Zeitung“, als ich dort zwei Artikel fand, die mich im Zusammenhang amüsierten:

Zum einen fordert da die neue „JÜL-Fraktion" werbewirksam, dass die Aufwandsentschädigungen der Ratsmitglieder gekürzt werden sollen.

Das fordern hier genau die Richtigen, entstehen der Stadt doch gerade durch die Neugründung der "JÜL-Fraktion" Mehrkosten durch die nun neu zu zahlenden Aufwandsentschädigungen. Karl Stüber, seines Zeichens Redakteur der Jülicher Zeitung, traf mit seinem Kommentar in der gleichen Zeitung voll ins Schwarze. Ich zitiere: „Bürgermeister Heinrich Stommel hatte … unlängst … die Reduzierung der Aufwandsentschädigungen vorgeschlagen …. Heinz Frey von der "JÜL-Fraktion" hat dies als geschickter Taktiker erkannt und bläst in Stommels Horn. Auch Frey wird vehement bestreiten, dass da eine gehörige Portion Berechnung mitspielt, kann er doch sicher sein, stets überstimmt zu werden, und so doch die volle Aufwandsentschädigung zu erhalten“ Zitat Ende.

Ein kleines Stückchen weiter vorne in der Zeitung lese ich, der SV Merzenhausen 1963 sei in arger Not. 300 Euro fehlen dem Verein, die er für die Nutzung des Sportplatzes zahlen müsste. Hier fordert der „JÜL-Mann“ Frey, da der Verein das Geld nicht so schnell aufbringen könne (kleiner Tipp: 30 Vereinsmitglieder mal 10 Euro = Problem gelöst), die Stundung oder gar den Erlass der Schulden auf Kosten des Stadtsäckels. Argument: Die Merzenhausener hätten den Platz in Eigenregie gepflegt.

Liebe JÜL-Fraktion, hier ein Vorschlag der Jusos, wie Sie Ihre Glaubwürdigkeit unter Beweis stellen könnten: Geben Sie von Ihrer Aufwandsentschädigung einen Teil an den SV Merzenhausen ab, frei nach dem Motto: „Nit Mulle, maache!“.

Und im Vertrauen: Die meisten von uns halten ihre Wohnungen in Eigenregie „in Schuss“. Miete zahlen müssen wir trotzdem!“

© Dirk Eickenhorst 2003

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