8. Dezember 2003:
Jugendarbeit wird verändert...
Jülich, 08.12.2003:
Jürgen Laufs (B90/Die Grünen) und Dirk Eickenhorst (SPD), Vertreter ihrer Fraktionen im Arbeitskreis „Zukunft der städtischen Jugendarbeit“, zur aktuellen Situation und Berichterstattung:
„Jugendarbeit wird verändert, mit dem Ziel, sie besser zu machen.“
…an dieser Aussage des Herrn Peter Schmitz (CDU) wird sich seine Fraktion zukünftig messen lassen müssen. Die Jugendarbeit in Jülich soll besser werden, nach Meinung der Mehrheits-fraktionen natürlich durch deren Anträge – Doch wie sehen diese aus?
So soll das städtische Jugendheim geschlossen, das Grundstück verkauft und die Jugendarbeit „dezentralisiert“, also auf die Ortschaften verteilt werden. Wie dies zu einer Verbesserung der Jugendarbeit in Jülich beitragen soll, ist uns unverständlich, soll doch nach Ansicht der CDU/FDP die Arbeit in allen Ortschaften auch weiterhin auf den Schultern eines „Jugendarbeiters“ lasten.
Kinder- und Jugendarbeit ist wichtig für die Mehrheitsfraktionen – das zumindest wollen sie uns Jülichern und Jülicherinnen glaubhaft machen. Nach jahrelangem Ringen, zahlreichen Vorschlägen und Anträgen gibt es nun endlich ein Jugendparlament in Jülich. Dieses wird von der Kinder- und Jugendbeauftragten der Stadt betreut wird, deren Arbeitsvertrag im kommenden Jahr zur Verlängerung ansteht. In Bezug auf eine Weiterbeschäftigung dieser Kinder- und Jugendbeauftragten ist jedoch aus Reihen der schwarz-gelben “Gestaltungsmehrheit“ keine klare Aussage zu bekommen. Wie das Jugendparlament im Falle eines Falles dann sinnvoll weiter betreut werden soll, bleibt offen.
Aufgrund all dieser Ansatzpunkte und Anträge aller Fraktionen wurde die Verwaltung beauftragt, die jetzige Situation zu analysieren und einen Vorschlag in den Ausschuss zu tragen. Aus diesem Grund wurde ein Arbeitskreis „Zukunft der städtischen Jugendarbeit“ gegründet.
Genau zu diesem erschienen die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen, JÜL und SPD. Die Vertreter von CDU und FDP glänzten durch Abwesenheit. Soll so der Beitrag der Mehrheitsfraktionen zur Verbesserung der Jugendarbeit in Jülich aussehen?
Es bleibt zu hoffen, dass hier nicht die Absicht verfolgt wird, durch bloße Mehrheit in Ausschuss und Rat lediglich die eigene Meinung zuzulassen. Denn „Verbesserung“ scheint bei einigen Vertretern in CDU/FDP darin zu bestehen, durch die Jugendarbeit keine Kosten mehr entstehen zu lassen. Wieder ein weiteres "Flickwerk" am Haushalt?
Genau das aber kann man unter Jugendarbeit nicht verstehen. Eine Verbesserung der jetzigen Situation kann man nur herbeiführen, indem man in Zusammenarbeit die Probleme erkennt, aufzeigt, und an diesen Punkten unterstützend tätig wird. Unserer Meinung nach ist ein „mehr“ an dieser Stelle das einzig Richtige.
© Jürgen Laufs (B90/Die Grünen)/Dirk Eickenhorst (SPD) 2003


