Planung ist die halbe Miete!
"Die besten Bücher sind die, von denen jeder Leser meint, er hätte sie selbst machen können." (Blaise Pascal, frz. Philisoph, 1623-1662)
Sie haben die Idee, wissen, wie die Geschichte ausgeht, und die wichtigsten Figuren haben sie in ihren Gedanken auch schon skizziert? Prima, dann sollten Sie anfangen, ihre Geschichte zu planen.
Viele Menschen, die sich für das Schreiben zu interessieren beginnen, meinen, sie könnte einfach drauflosschreiben, und am Ende haben sie einen fertigen Roman vorliegen. Wer das schafft, ist vermutlich der genialste Autor der Welt. Ich gehöre leider nicht zu diesen Glückskindern (wenn es sie denn überhaupt gibt). Ich muss meine Geschichte planen.
Womit sie ihre Planung durchführen, also mit welchen Hilfsmitteln, bleibt Ihnen überlassen. Manche schwören auf Notizbücher oder -blöcke, andere auf die Pinwand mit Zettelchen. Wieder andere behelfen sich mit dem PC, nutzen Mind-Mapping-Software oder legen für alles und jedes eine neue Word- oder Open-Office-Datei an. Für mich funktionierte dies alles nicht, weshalb ich mich nach Programmen umgesehen habe, die meinen Bedürfnissen näher kommen. Gefunden habe ich letztlich yWriter5 und Liquid Story Binder XE. Vom Prinzip funktionieren die Programme gleich, daher gehe ich nicht näher auf diese Funktionen ein. Allen diesen Techniken ist eines gemeinsam: Das Vorgehen.
Ich mache es so:
Ich überlege mir, welche Personen (der Geschichte) an meiner ersten Szene teilhaben. Dabei muss diese "erste Szene" nicht zwingend der Beginn der Geschichte sein. Ich überlege mir den Schauplatz der Szene, und ob es besondere Gegenstände gibt, die in der Szene eine Rolle spielen. Zu all diesen Figuren, Schauplätzen oder Gegenständen halte ich ich jetzt alles wichtige schriftlich fest. So kommt im Verlauf der Story nichts durcheinander, und aus dem blonden Dummchen der ersten Szene wird nicht die rassige Brünette aus dem Epilog ...
Sie können sich Zettel dafür machen, wenn sie ein ordentlicher Mensch sind (bin ich zum Beispiel nicht), oder sie legen verschiedene Seiten in ihrem Notizbuch an. Viele schreiben ja mit Bürosoftware a la Word, die legen sich dann Dateien mit aussagekräftigen Namen an. Ich persönlich nutze den entsprechenden Menüeintrag in meiner Software yWriter, und hinterlege dort die Daten.
Habe ich diese Eckdaten, schreibe ich eine kurze Zusammenfassung der Szene in ein bis zwei Sätzen. Diese Zusammenfassungen ergeben zusammengenommen dann meine "Outline" der Story (manche nennen es auch Expose). Macht der yWriter übrigens automatisch ...
Jetzt, da ich genau weiß, was wo wann und wie passiert, setze ich mich hin und schreibe die Szene. Steht diese erste Entwurfsfassung, beginne ich mit der Planung mindestens einer weiteren Szene.
Wichtig ist, die Szene nur zu schreiben. Korrigieren Sie nicht, verändern Sie nicht das Layout. Das kommt noch, aber später.
Ach ja, fürs Schreiben braucht man auch das passende Werkzeug.


